Blog von Marion Klimmer - Deine Examens Erfolgs-Chancen

Wege aus der Prüfungsangst

Weshalb Du Dich nicht mit Deiner Prüfungsangst abfinden musst.

Direkt vor der Prüfung ist jeder aufgeregt. Der eine mehr, der andere weniger. Das ist in Ordnung: Eine Portion Aufregung weckt die Lebensgeister. Sie hilft Dir, Dich zu konzentrieren und Deine Kräfte auf Dein Ziel zu richten. Du willst Deine Prüfung gut meistern – der Rest ist für den Moment unwichtig.

Schwierige Texte verstehen

Schwierige Texte verstehen: Fachtexte aufschließen in vier Schritten

Auf dem Weg zu Deinem Berufsexamen kommst Du nicht umhin, wissenschaftliche Texte zu bearbeiten und zu verstehen.

Für den Leser sind diese Texte oft hart: Viele Autoren passen sich einfach an den branchenüblichen Jargon an und wissen nicht, was sie ändern können.

Der Ball liegt bei Dir. Irgendwie musst Du einen Zugang zu diesen Texten finden. Folgendes Arbeitsmodell hat sich bewährt:

 

Schwierige Texte verstehen: Textungetümen den Schrecken nehmen

Draufblick

Mit dem Versuch, einen langen und schwierigen Text von A bis Z zu verstehen und jedem Satz die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, wirst Du höchstwahrscheinlich scheitern. Die Merkfähigkeit Deines Gehirns wird überlastet. Deine kleinen, grauen Zellen versagen Dir den Dienst. Du willst viel und am Ende bleibt wenig hängen.

Versuche also, Deine Fragen an den Text zu formulieren, und zwar bevor Du die erste Zeile liest. Zum Beispiel so:

  • Was weißt Du bereits und welche Lücken willst Du schließen?
  • Welche konkreten Fragen hast Du an den Text?
  • Wenn Dir jemand den Artikel oder Textabschnitt empfohlen hat: Worauf wollte er Dich aufmerksam machen? Was war seine Intention?
  • In welchem fachlichen Zusammenhang steht der Artikel oder Textabschnitt?
  • Welches Problem wird hier diskutiert?
  • Wie ist die Intention des Autors?
  • Wie ist die Argumentationslinie des Autors? Welcher anderen Auffassung kann man ggf. sein?

 

Überblick

Nimm Dir nun Deinen schwierigen Text vor und verschaffe Dir einen Überblick: Wie ist der Artikel strukturiert? Welche Teile sind für Dich wichtig? Welche musst Du verstehen? Welche kannst Du übergehen?

Schau auf das Intro oder Abstract und das Fazit. Achte auf Überschriften, Hervorhebungen, Randnotizen und Zusammenfassungen. Didaktisch aufbereitete Texte bieten häufig sogar Fragen für den Selbst-Test an.

 

Einblick

Nun beginnt die Arbeit am Text im engeren Sinne. Gehe Abschnitt für Abschnitt durch Deine Auswahl. Vermeide auch hier eine passive Haltung und den Versuch, jede Zeile mit der gleichen Aufmerksamkeit aufzunehmen. Probiere stattdessen, den Artikel oder Textabschnitt einzuordnen und zu verstehen. Frage Dich zum Beispiel:

  • Was ist hier das Wesentliche?
  • Worin liegt die Botschaft?

Finde eigene Worte und fasse den Abschnitt gekürzt zusammen. Häufig sind Texte nicht deshalb so schwierig, weil die Inhalte so kompliziert wären, sondern weil es die Sprache dem Leser so schwer macht. Wissenschaftliche Texte sind so gut wie nie auf Lesefreundlichkeit optimiert. Die Autoren operieren mit verschachtelten Sätzen und Fachwörtern, die manchmal sinnvoll und notwendig sind – und manchmal nicht.

Hürde 1: Fachbegriffe

Finde einen Umgang mit den Fachbegriffen: Mit einigen musst Du Dich vertraut machen, weil sie zur gängigen Sprache in Deinem Fach gehören. Ihr Sinn liegt darin, sich unter Fachleuten schnell und präzise zu verständigen. Wenn es jedoch um sprachliche Nebelwolken geht, finde Deine eigenen Worte. Begriffe, die sich fremd für Dich anfühlen, wirst Du vergessen.

Hürde 2: Schachtelsätze

Bei ganz schwierigen Passagen lohnt es sich, im Gedächtnis zu kramen und die Grammatik-Kenntnisse aus der Schule hervorzuholen: Was ist das Subjekt? Was tut es? Was widerfährt ihm? Wann passiert das und unter welchen Bedingungen? Es gilt: Teile und herrsche. Stück für Stück aufgebrochen, wirst Du auch den schwierigsten Text verstehen.

Nachhaltiges Lernen bedeutet immer, sich mit den Inhalten aktiv auseinander zu setzen. Lies dazu auch: „Das sitzt! Fünf Tipps für richtiges Lernen und Wiederholen„.

 

Durchblick

Versuche im nächsten Schritt, eine emotionale Brücke zum eben Erarbeiteten zu schlagen. Dies dient der Festigung: Was hat der Artikel oder Textabschnitt mit Dir zu tun? Was interessiert Dich daran? Was ärgert Dich?

Gibt es Parallelen zu bisher Gelerntem? Woran erinnert Dich der Text? Oder ist hier etwas ganz anders?

Wenn Du ein Typ dafür bist und wenn es sich anbietet: Probiere einmal, Bilder und schräge Vergleiche zu finden, nach dem Motto: „Das ist ja, als würde Darth Vader einen Geburtstagskuchen backen.“ Schräge Vergleiche sind in diesem Fall kein Hindernis. Im Gegenteil: Das Gehirn kann sich an das Besondere besser erinnern.

Die Methode funktioniert nicht überall. Doch wo sie passt, ist sie hilfreich.

 

Möchtest Du Dein Examen erfolgreich bestehen?

Mehr Tipps für erfolgreiches Lernen und hervorragende Ergebnisse in Deinem Berufsexamen findest Du in meinem „Wegweiser zu Deinem Examens-Erfolg“.

Du kannst Deine Examensvorbereitung verschlanken, wenn Du dies bedenkst

Die Feiertage stehen vor der Tür und viele von uns werden sich den Bauch vollschlagen. Wie jedes Jahr. Zwischen Braten und Plätzchen meldet sich das schlechte Gewissen, doch: Was soll’s? Weihnachten ist nur einmal im Jahr. Im Januar kann man ja wieder auf die Bremse treten.

Zu viel, zu süß, zu fettig: Nicht nur das Essen auf dem Tisch, auch die geistige Nahrung kann Dich stärken oder schlappmachen. Wenn für Dich im kommenden Jahr das Steuerberater- und/oder Wirtschaftsprüferexamen ansteht, solltest Du Dir sehr genau überlegen, was Du Dir in den Kopf stopfst, denn das mit dem Abspecken funktioniert bei der Prüfungsvorbereitung nun einmal nicht. Die Zeit läuft. Gehe gut mit ihr um!

Löse Dich deshalb von überkommenen Gewohnheiten:

Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.

Höre auf, alles zu lernen, was Du bekommen kannst. In der Schule ging die Strategie vielleicht noch auf. Im Studium wurde es schon schwieriger. Im Steuerberater- und Wirtschaftsprüferexamen stehst Du mit dem reinen Auswendiglernen endgültig auf verlorenem Posten.

Es hat keinen Sinn, alle Fakten in sich hineinzuprügeln, ohne sie zu hinterfragen. Du bist beschäftigt. Dein Tag ist voll. Du arbeitest viel und hart. Dennoch fühlst Du Dich schlecht. Dir fehlt die Orientierung, weil Dir die Auseinandersetzung mit den Prüfungsanforderungen fehlt.

Mache Dir bewusst, worauf es ankommt, schmiede einen Lernplan und arbeite kontinuierlich daran entlang. So lässt Du schlaflose Nächte und Prüfungsangst hinter Dir und gewinnst stattdessen das Gefühl, auf Deinem Weg voran zu kommen.

Das ist Tradition. Das haben wir schon immer so gemacht.

Überdenke die Bedeutung des Auswendiglernens. In der Regel benötigst Du Fachwissen als Basis, das ist wahr. Doch wenn Du auf der Lernebene bleibst, kannst Du im günstigsten Fall Dein erlerntes Wissen genau so abrufen. Nicht mehr und nicht weniger.

Für eine qualifizierte Examensprüfung wie die zum Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer reicht das aber nicht. Die Prüfer werden neben dem Faktenwissen ebenso Verständnis und Anwendungskompetenz abfragen.

Deshalb sind Übungsklausuren und Diskussionen mit Lernpartnern so wichtig. Sie unterstützen Dich dabei, das Wissen einzuordnen und in einen Zusammenhang zu stellen. Das Tüpfelchen auf dem I dabei: Was Du verstanden hast, vergisst Du so schnell nicht wieder. Einzelfakten behältst Du leichter, wenn sie sich in ein Gesamtbild fügen.

Überigens habe ich hier noch ein paar kreative Varianten für verständnisorientiertes Lernen gesammelt.

 

Wieso magst Du nicht mehr? Nimm doch noch etwas.

Dein Prüfungserfolg hängt von mehreren Faktoren ab: von Deinem Wissen, von der Art, wie Du es präsentierst, von Deiner Tagesform und ja: Eine Portion Glück ist auch im Spiel.

Sieh also zu, dass Du nicht schon zum Frühstück zu viel nimmst und beim Mittagessen aufgeben musst. Übertragen auf das Lernen heißt das: Bleibe nicht beim fachlichen Wissen stehen. Übe außerdem das Schreiben und das Sprechen und trainiere auf die Art die Präsentation Deines Wissens. Setze Dich mit den Eigenarten Deiner Prüfer auseinander, so weit dies möglich ist, und sorge dafür, dass du körperlich und geistig fit bleibst. Dies gilt für die gesamte Lernphase und besonders für den Tag der Prüfung.

 

Triff Deine Wahl

So lange Du das Falsche in Dich hinein stopfst, hat es keinen Sinn, viel und hart zu arbeiten. Du läufst Gefahr, an Deiner Prüfung vorbei zu lernen. Schreibe Testklausuren und sprich mit Bekannten, die die Prüfung schon hinter sich haben, und nutze alle Gelegenheiten, zielorientiert zu lernen. Du wirst auch so auf jeden Fall genug zu tun haben. Halte Dein Programm so schlank wie möglich.

Ich wünsche Dir viel Erfolg! Noch mehr Tipps für Deinen Examenserfolg erhältst Du zusammen mit meiner Gratis-Checkliste.

Herzliche Grüsse, fröhliche Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr!

Deine Marion Klimmer

Trockene Themen lernen

Die Überschrift zu meinem Artikel hat Dich offenbar angezogen. Steckst Du mit einem Thema fest, weil Du einfach nicht mit ihm warm wirst?

Welche Gedanken gehen Dir wohl durch den Kopf? Lass mich raten:

Meine Güte, ist das trocken!“
Noch abstrakter geht‘s einfach nicht.
Das brauche ich nie wieder.

Das Thema hat nichts mit Deinem Leben zu tun. Von Inspiration wollen wir gar nicht erst reden. Du magst es nicht. Dir fehlt der Zugang.

Examensprüfung: Wie Du in der schriftlichen Prüfung die Zügel in der Hand behältst und auf den Erfolg zusteuerst

Was Du für einen optimalen Verlauf des schriftlichen Examens tun solltest

Welche Fehler machen Kandidaten in Prüfungen – aus eigener Sicht? Lerncoach Martin Krengel hat seine Studenten gefragt. Hier sind die wichtigsten Antworten:

  • Das eine Fach perfekt lernen. Für das andere keine Zeit mehr haben.
  • An den Fragen vorbei antworten.
  • Irrelevante Fakten hinschreiben.
  • Keine Querbezüge herstellen.
  • Zu wenige Quellen einbeziehen.
  • Keine Beispiele einfügen.
  • Nur Basics hinschreiben, keinen Transfer bringen.
  • Die Theorien hinnehmen, ohne sie zu hinterfragen.
  • Keinen Standpunkt beziehen.
  • Schlechte Struktur (1)

Das sitzt! Fünf Tipps für richtiges Lernen und Wiederholen

Unser Gehirn ist gut darin, sich von Unwichtigem wieder zu trennen. Wir nennen es Vergessen.

Ohne eine Gewichtung wäre das Gehirn von den zahllosen Informationen, die täglich auf uns einprasseln, überflutet. Deshalb versucht es, Muster zu erkennen und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Neue, bedeutsame Informationen sind uns daher präsent. Ältere und weniger bedeutsame Informationen vergessen wir ganz oder sie treten in den Hintergrund, sodass wir nur schwer auf sie zugreifen können.

Kurz vor dem Examen entsteht daraus allerdings ein Problem. Denn so schnell Du etwas lernst, so schnell vergisst Du wieder – außer Du gehst dagegen an.

Selbstwirksamkeit und Erfolg – ein unschlagbares Duo

Selbstwirksamkeit und Erfolg (Foto)Wie Du Dein Mindset für ein erfolgreiches Examen stärkst

Ein Steuerberater- oder Wirtschaftsprüfer-Examen ist eine große Herausforderung – wem sage ich das! In Deiner Umgebung gibt es sicher Menschen, die Dir auf die Schulter klopfen und sagen: „Du schaffst das“.

Ob dieser Satz eine Phrase bleibt oder ob er Dich stärkt, hängt davon ab, was Du daraus machst. Weißt Du, wie Du Dein Examen schaffst und was Dich ins Ziel trägt? Entdecke die Kraft der Selbstwirksamkeit und wie Du Deine Selbstwirksamkeitserwartung förderst.

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